“The tiredness from chemo goes deep, into my bones and drains all the colour away from my face leaving me looking like I’ve put “day of the dead” make up on.”
Day-of-the-dead in Cologne Ehrenfeld – photo by (c) howlzap Cologne

The tiredness from chemo goes deep, into my bones and drains all the colour away from my face leaving me looking like I’ve put “day of the dead” make up on. It creeps over me like a curse and drags me down to a sluggish sleepy version of myself that longs for sleep or the sofa. I surrender totally and figure if that’s what my body craves then it should have it. Those twelve-hour marathon sleeps and lie-ins amongst the duvets with book, tablet, cat and tea are like a winter hibernation that restores and heals.

Naturally, being bladder related fatigue from in-the-bladder-instilled-chemo the sleep isn’t uninterrupted. Frequent visits to the loo day and night, due to my irritated bladder screaming “empty me”, have become second nature, so much so I feel I’m sleepwalking to the bathroom.

I know it sometimes gets worse before it gets better: that recovery from this, probably like most recovery isn’t linear.

I know that there are similarities and a common playbook but every time is a little different too. Sometimes a headache and aching limbs, sometimes a feeling like a truck has run me over.

I know that some things cut a little through the fatigue. Meditation brings light, deep peace and acceptance. Yoga brings that magic-unicorn-fairy-dust tingling even to heavy limbs. The deep breaths of both yoga and mediation bring oxygen and some calm and a feeling of proactively balancing the sluggishness.

A little exercise helps I’d read, so I walk around the house or in front of the tv counting steps, it does help a little but doesn’t speed things up. The fatigue still takes its time and many hours of deep rejuvenating sleep before the veil of deep-seated tiredness lifts. My advice is to surrender and listen to your body, it knows what it needs.

*Jetzt auf Deutsch*

Die Müdigkeit durch die Chemotherapie dringt tief in meine Knochen ein und lässt mein Gesicht blass werden, sodass ich aussehe, als hätte ich mich für den „Tag der Toten“ geschminkt. Sie überkommt mich wie ein Fluch und zieht mich hinab in eine träge, schläfrige Version meiner selbst, die sich nach Schlaf oder dem Sofa sehnt. Ich gebe mich völlig hin und denke mir, wenn mein Körper sich danach sehnt, dann soll er es auch bekommen. Diese zwölfstündigen Marathon-Schlafphasen und das Liegen unter der Bettdecke mit Buch, Tablet, Katze und Tee sind wie ein Winterschlaf, der mich wiederherstellt und heilt.

Da es sich um eine blasenbedingte Müdigkeit aufgrund der in die Blase eingeführten Chemotherapie handelt, ist der Schlaf natürlich nicht ununterbrochen. Häufige Toilettengänge bei Tag und Nacht, weil meine gereizte Blase „Leere mich!“ schreit, sind zur Selbstverständlichkeit geworden, so sehr, dass ich das Gefühl habe, im Schlaf zum Badezimmer zu gehen.

Ich weiß, dass es manchmal schlimmer wird, bevor es besser wird: Die Genesung davon verläuft wahrscheinlich wie die meisten Genesungsprozesse nicht linear.

Ich weiß, dass es Ähnlichkeiten und ein gemeinsames Drehbuch gibt, aber jedes Mal ist es auch ein bisschen anders. Manchmal sind es Kopfschmerzen und schmerzende Glieder, manchmal das Gefühl, als hätte mich ein Lkw überfahren.

Ich weiß, dass manche Dinge die Müdigkeit ein wenig lindern. Meditation bringt Licht, tiefen Frieden und Akzeptanz. Yoga bringt dieses magische Einhorn-Feenstaub-Kribbeln sogar in schwere Glieder. Die tiefen Atemzüge sowohl beim Yoga als auch bei der Meditation bringen Sauerstoff und etwas Ruhe und das Gefühl, die Trägheit proaktiv auszugleichen.

Ich habe gelesen, dass ein wenig Bewegung hilft, also gehe ich im Haus oder vor dem Fernseher herum und zähle meine Schritte. Das hilft ein wenig, beschleunigt aber nichts. Die Müdigkeit braucht immer noch ihre Zeit und viele Stunden tiefen, erholsamen Schlaf, bevor sich der Schleier der tiefsitzenden Müdigkeit lüftet. Mein Rat ist, sich hinzugeben und auf den Körper zu hören, er weiß, was er braucht.